Das Statistische Bundesamt hat Ende 2010 eine relativ ausführliche Untersuchung zum Gender Pay Gap durchgeführt und dabei versucht, Effekte von Bildung, Berufswahl, Dienstalter usw. aus dem Gender Pay Gap herauszurechnen. Als Ergebnis der entsprechenden Berechnung ergibt sich ein Gender Pay Gap, das von 23% auf 8% schrumpft. Neben einer Reihe interessanter Ergebnisse, die der Bericht enthält, findet sich das spannendste Ergebnis auf Seite 47. Männliche Arbeitnehmer arbeiten im Durchschnitt 157 Stunden und machen durchschnitlich 20 Überstunden im Monat, weibliche Arbeitnehmer bringen es auf 127 Stunden und 17 Überstunden im Monat. Zumindest beim Statistischen Bundesamt ist man sich also der Tatsache bewusst, dass männliche und weibliche Arbeitnehmer unterschiedlich viele Arbeitsstunden pro Monat akkumulieren.
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine Regressionsanalyse (siehe unten) deren Ergebnisse insgesamt zeigen, dass die Effekte, die strukturelle Variablen wie Bildung, Dienstalter oder Leistungsgruppe auf das Bruttostundenverdienst von männlichen Arbeitnehmern haben, viel ausgeprägter sind als dies für weibliche Arbeitnehmer der Fall ist. Haben männliche Arbeitnehmer eine schlechte Bildung, dann schlägt sich dies viel deutlicher in ihrem Bruttostundenverdienst nieder als dies für weibliche Arbeitnehmer der Fall ist. Ein im Hinblick auf „Entgeltgerechtigkeit“ anderes spannendes Ergebnis findet sich am Ende der unten dargestellten „Tabelle 16“: Teilzeitarbeit lohnt sich für weibliche Arbeitnehmer und wirkt sich negativ auf das Bruttostundenverdienst von männlichen Arbeitnehmern aus. Ein Ergebnis, über das es sich nachzudenken lohnt.
Hier will ich aber noch einmal auf die statistische Produktion eines „Gender Pay Gaps“ hinweisen, die sich aus der Art und Weise ergibt, wie das Gender Pay Gap ermittelt wird. Dazu heißt es in der Publikation des Statistischen Bundesamts: „Da … lediglich Bruttomonats- und Bruttojahresangaben unmittelbar erhoben werden, ist eine Berechnung des durchschnittlichen Stundendienstes notwendig“ (6). In Deutsch, der Bruttostundenverdienst muss durch das Statistische Bundesamt berechnet werden, weil dazu keine Angaben vorhanden sind. Und er wird wie folgt berechnet:
Diese einfache Formel produziert auf recht effiziente Weise ein Pay Gap, was ziemlich einfach demonstriert werden kann. Dazu ist es nur notwendig, die folgenden Spezifikationen einzuführen:
pro Stunde erhält ein Arbeitnehmer 40 Euro
arbeitet ein Arbeitnehmer mehr als 35 Stunden, dann erhält er 50 Euro pro Stunde
Die folgende Tabelle beschreibt das Wachstum des Pay Gaps
reguläre Arbeitsstunden
zusätzliche Arbeitsstunden
Bruttomonatsverdienst
Stundenlohn nach obiger Formel
35
0
1400
40,00
35
5
1650
41,25
35
10
1900
42,22
35
15
2150
43,00
35
20
2400
43,36
So einfach ist die Produktion eines Pay Gap, und da auch beim Statistischen Bundesamt bekannt ist, dass männliche Arbeitnehmer im Monat durchschnittlich mehr Stunden arbeiten und durchschnittlich mehr Überstunden machen als weibliche Arbeitnehmer, schlage ich vor, die Verantwortlichen für die zitierte Studie rechnen noch einmal und versuchen, die 8% verbleibendes Gender Pay Gap auf die beschriebene simple Art und Weise zu erklären, ich wette, es klappt und es wird sich zeigen, was eigentlich offenkundig ist: Ein Gender Pay Gap ist ein statistisches Artefakt und in der Realität nicht zu finden.
Quelle: Statistisches Bundesamt (2010). Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen 2006. Wiesbaden: Statistisches Bundesamt.
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Ich sage, wenn die angeblichen 23 % oder 8 % angesprochen werden, ob die Betreffende, eine kennt, bei der das der Fall ist (dass sie für 23% weniger oder 8 %) als ihre männlichen Kollegen arbeitet. Wenn das der Durchschnitt ist, müsste sich doch irgendwo ein konkreter Fall finden lassen, der zumindest in dieser Größenordnung liegt. Die Unterschiede zwischen Nord-Süd-Ost-Westdeutschland sind größer als die angeblichen Unterschiede Mann-Frau
es ist wie bei der gläsernen Decke. Hier wird ein ideologisches Konzept über alle Männer gestreut, was ganz unabhängig von der Einzelfallgerechtigkeit ist – welche seit mehr als 20 Jahren rechtlich, geschlechtsneutral fixiert ist. Also, wo sind die Frauen, die Millionen Fälle von diskriminierten Frauen, die für gleiche Leistung weniger bezahlt bekommen? Wo sind die Klagen – ich bin mir sicher die linkslastige Presse würde sich sofort daraufstürzen. Nun, meine Annahme, es gibt sehr wohl Einzelfälle, jedoch keineswegs zu generalisierende. Würde man Männer Frauen vorziehen, wenn sie, bei gleicher Qualifikation 23% mehr Geld fordern würden? Wers glaubt.
Wie gesagt, es ist immer einfacher, eine nebulöse Klage gegen alle Männer zu erheben ohne spezifisch zu werden und klar zu sagen, in Unternehmen Z werden Frauen schlechter bezahlt. Mich persönlich wundert nur, dass sich die Industriellen das gefallen lassen. Ich hätte schon längst gegen solche Behauptungen geklagt.
Ich möchte hier darauf hinweisen, dass SELBST WENN der Stundenlohn der Männer und Frauen GLEICH wäre (also sagenwirmal 10 Eur/Stunde), die Frauen immer noch mehr bekommen als Männer, denn es wird ja die Arbeitserfahrung nicht einberechnet.
Wenn Männer (wie im Text angegeben) 177 Stunden pro Monat arbeiten und Frauen 144 Stunden (also grob 80% der Arbeitszeit der Männer) dann ist ihre Arbeitserfahrung ja auch nur 80% der Männer.
Jetzt muss man nicht unbedingt sofort Erfahrung 1:1 einrechnen und nur 80% des Lohnes bezahlen, aber ein Femi Pay Gap wäre definitiv gerecht.
Hallo, also erst einmal möchte ich doch zu dem Kommentar von knn anmerken, dass das statistische Bundesamt die Berufserfahrung beim 8% Gender Pay Gap herausgerechnet hat. Berufserfahrung sollte natürlich ein wesentlicher Bestandteil der Lohnhöhe sein, da stimme ich vollkommen zu.
Dann hätte ich doch noch eine Frage an den Verfasser dieses Blogs. Soweit ich das verstehe hat das Statistische Bundesamt auch schon bei der Berechnung des 8% Gender Pay den strukturellen Unterschied von Teilzeitbeschäftigung herausgerechnet. Das ausgerechnete Gender Pay Gap bezieht sich lediglich auf Frauen und Männer mit ähnlichen Berufen, gleicher Berufserfahrung…… und letztendlich auch auf gleiche Beschäftigung. Demzufolge wurden also Vollzeitbeschäftigte mit Vollzeitbeschäftigten Frauen verglichen und trotzdem sind 8 % nicht erklärbar. Die Stundenrechnung finde ich auch sehr plausibel, aber leider erklären sie aus den eben genannten Gründen nicht das verbleibende Gender Pay Gap, weil ja eben Männer und Frauen verglichen worden sind, die Vollzeitbeschäftigt sind. Sie erklären aber einen Teil des 23% Gender Pay Gap. Also bitte nocheinmal unter Seite 61 ff nachgucken, wo aufgezählt wird welche Eigenschaften gleich gewesen sind. Da heißt es:“ eine Beschäftigung vergleichbaren Umfangs (Vollzeit/Teilzeit) nachgingen“
Sollte ich mich irren, wäre ich für eine Belehrung immer offen.
„Sollte ich mich irren, wäre ich für eine Belehrung immer offen.“ Das ist schön.
Wir lesen: „Dies bedeutet, dass im Durchschnitt Arbeitnehmerinnen auch unter der Voraussetzung vergleichbarer Tätigkeit und äquivalenter Qualifikation im Jahr 2006 pro Stunde 8 % weniger als Männer verdienten.“
Wenn die Analyse 100% der Einkommen klären würde, dann könnten wir jetzt auf die Suche gehen, ob hier nicht eine Diskriminierung vorliegt. Wie groß ist eigentlich die Statistische Unsicherheit des erklärenden Modells? Die Originalstudie gibt darüber Auskunft (S.51):
„Insgesamt können mithilfe der einbezogenen Merkmale rund 71 % der Varianz des Bruttostundenverdienstes der Frauen erklärt werden (R2adj. = 0,715). Bei den Männern liegt die Erklärungskraft bei etwa 78 % (R2adj. = 0,784).53 Die Güte des Modells ist somit verglichen mit ähnlichen Studien hoch.“
Das heißt 29 % der Variation bei den Verdienstunterschieden ist nicht durch das Modell erklärt. Finden Sie nicht, daß bei einem statistischen Restfehler von 29% sich eine Differenz von 8% in den Löhnen nicht als etwas ausnimmt, was genau so gut durch die individuelle – also nicht im Modell erklärte Variation der Individuen oder sogar schlicht durch Fehler bei der Schätzung entstehen kann?
In besagter Studie wird ja auch darauf hingewiesen daß:
„Nicht nur die bezahlten Arbeitsstunden der männlichen Arbeitnehmer sind höher als die der Frauen, sondern auch die bezahlten Überstunden der Männer übersteigen die der weiblichen Angestellten: Frauen leisten durchschnittlich 17 Überstunden im Monat, für die sie eine Vergütung erhalten, Männer kommen auf 20 zusätzlich entlohnte Stunden.“
Leider bleibt auch das statistische Bundesamt hinter dem methodischen Standard bei der statistischen Analyse von Lohneinkommen zurück. Dieser wird z.B. in Berndt(1996) „The Practice of Econometrics“, Kap. 11 referiert. Der entscheidende Punkt dabei ist, daß die Einkommensentscheidung eine ökonomische Entscheidung ist, in die auch ein Vorbehaltseinkommen, z.B. inf Form von Transfereinkommen (Hartz IV , Unterhalt durch Eheparner usw) eingeht. Korrekterweise müßte also ein Regressionsmodell mit gestutzen Zielgrößen angesetzt werden. Dass dies über 20 Jahre nach dem Arbeiten von Jim Heckmann und fast 10 Jahre nach dem Nobelpreis für eben diese Art der Analysen unterbleibt, ist ärgerlich.
[…] In my My last blog post I mentioned the German Equal Pay Day which was on the 25th of March due to the calculated 23% Gender Pay Gap by the FederalStatistical Office. After researching more on this theme I felt the urge to make another post about the Gender Pay Gap because I didn’t want to leave the impression that I just believe in the 23% Gender Pay Gap and didn’t do any further research on the Alternatives which were jumping in my face during my further research. So while I was researching for further information about this topic I found some confusing other data and opinions.In the same study by the Federal Statistical Office a 23% but also an 8% Gender Pay Gap is mentioned. I even found an interesting and new blog post in which the writer is claiming that in fact there is no Gender Pay Gap at all.See also:Nachtrag zum Gender Pay Gap […]
[…] ist schließlich, dass das Gender Pay ein statistisches Artefakt darstellt, d.h. es ist ein Ergebnis der Art wie es berechnet wird und in der Realität nicht zu […]
[…] EU und die Bundesregierung agitieren heftig gegen ein vermeintliches Gender Pay Gap. Die GEW ist intensiv bemüht, die schulischen Nachteile von Jungen aus der Welt zu interpretieren […]
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[…] angesehen werden müssen und deshalb ein statistisches Artefakt darstellen, habe ich in einem älteren Beitrag in diesem blog bereits gezeigt. Alle bisher berichteten Behauptungen eines Gender Pay Gaps beziehen sich auf […]
[…] war, in Rechnung stellt. Über dieses “bereinigte” Gender Pay Gap haben wir bereits am 22. April 2011 berichtet. Damals haben wir darauf hingewiesen, dass dann, wenn man versucht, relevante Variablen zu […]
[…] überschätzen das Verdienst somit um krasse 26,5%. Das ist einer der Gründe, wegen denen wir auf ScienceFiles bereits vor Jahren darauf hingewiesen haben, dass es keinen Sinn macht, Überstunden aus der Berechnung des Gender Pay Gaps herauszulassen, es […]
[…] Berufserfahrung usw. allerdings unter Auslassung von Überstunden, bei deren Berücksichtigung, wie wir gezeigt haben, das Gender Pay Gap schlicht verschwindet und sich als das Hirngespinst erweist, das es nun einmal […]
[…] Will man untersuchen, ob eine ungleiche Verteilung eine Diskriminierung darstellt, dann muss man untersuchen, ob man die ungleiche Verteilung nicht mit anderen Variablen erklären kann. Es liegt nahe, Verdienstunterschiede mit Unterschieden in der Anstrengung, der Kompetenz, der Arbeitszeit, der Arbeitserfahrung und vielem anderen zu erklären und tatsächlich kann der Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen vollständig damit erklärt werden, dass Männer öfter in Branchen arbeiten, in denen höhere Stundenlöhne gezahlt werden, öfter Überstunden machen, in der Regel mehr Kompetenz aufweisen, über mehr Arbeitserfahrung verfügen usw. als Frauen. Wir haben dies schon vor nunmehr fünf Jahren in einem der ersten Beiträge für ScienceFiles gezeig… […]
an unserer Universität wird der unbereinigte Gender-Pay-Gap stets noch als Zeichen für Diskriminierung herangezogen. Ich habe daraufhin wieder recherchiert, da ich mich an diesen Beitrag erinnert habe, allerdings ergeben sich ein paar Fragen für mich:
Sie schreiben, dass die bezahlten Überstunden nicht mitbedacht wurden, auf der Seite vom Statistischen Bundesamtes finde ich aber folgende Information:
„Der Bruttostundenlohn (unter Verwendung des arithmetischen Mittels) beinhaltet bezahlte Überstunden und schließt außerordentliche Zahlungen aus.“
In einem Text von Tina Groll in der Zeit steht folgendes: „In der Glassdoor-Studie wurden mehr als eine halbe Million Gehaltsangaben von Arbeitnehmern in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den USA und Australien miteinander verglichen. Dabei stellten die Autoren fest: Die Lohnungerechtigkeit ist kein deutsches Phänomen, in allen untersuchten westliche Ländern gibt es eine ähnlich hohe unerklärliche Differenz bei der Bezahlung von Männern und Frauen. Und die kann letztlich nur mit einer bewussten oder unbewussten geschlechtsspezifischen Diskriminierung zu tun haben. Denn die in der Studie berücksichtigten Daten umfassen einen Großteil von gehaltsrelevanten Faktoren – wie etwa die Anzahl der zu führenden Mitarbeiter oder die Frage, wie viele Überstunden geleistet werden. Das heißt: Die schlechtere Bezahlung der Frauen liegt nicht etwa daran, dass die Männer bei den renommierteren Arbeitgebern arbeiten und mehr (bezahlte) Überstunden machen.“
Die zweite Aussage bezieht sich auf eine andere Studie, aber können Sie mir erklären, woraus Sie schließen, dass die Überstunden beim Gender Pay Gap des Statistischen Bundesamtes nicht mitbedacht worden sind? Und wie habe ich dann das obige Zitat zu verstehen?
[…] Bundesamt kommt. Beim Institut der Deutschen Wirtschaft kommt man auf 2%. Wir selbst haben den Gender Pay Gap durch die Berücksichtigung von Überstunden, die man beim Statistischen Bundesamt aus offenkundigen Gründen nicht in die Rechnung einschließt, […]
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Ich sage, wenn die angeblichen 23 % oder 8 % angesprochen werden, ob die Betreffende, eine kennt, bei der das der Fall ist (dass sie für 23% weniger oder 8 %) als ihre männlichen Kollegen arbeitet. Wenn das der Durchschnitt ist, müsste sich doch irgendwo ein konkreter Fall finden lassen, der zumindest in dieser Größenordnung liegt. Die Unterschiede zwischen Nord-Süd-Ost-Westdeutschland sind größer als die angeblichen Unterschiede Mann-Frau
Sehr geehrter Herr Weisser,
es ist wie bei der gläsernen Decke. Hier wird ein ideologisches Konzept über alle Männer gestreut, was ganz unabhängig von der Einzelfallgerechtigkeit ist – welche seit mehr als 20 Jahren rechtlich, geschlechtsneutral fixiert ist. Also, wo sind die Frauen, die Millionen Fälle von diskriminierten Frauen, die für gleiche Leistung weniger bezahlt bekommen? Wo sind die Klagen – ich bin mir sicher die linkslastige Presse würde sich sofort daraufstürzen. Nun, meine Annahme, es gibt sehr wohl Einzelfälle, jedoch keineswegs zu generalisierende. Würde man Männer Frauen vorziehen, wenn sie, bei gleicher Qualifikation 23% mehr Geld fordern würden? Wers glaubt.
Wie gesagt, es ist immer einfacher, eine nebulöse Klage gegen alle Männer zu erheben ohne spezifisch zu werden und klar zu sagen, in Unternehmen Z werden Frauen schlechter bezahlt. Mich persönlich wundert nur, dass sich die Industriellen das gefallen lassen. Ich hätte schon längst gegen solche Behauptungen geklagt.
Ich möchte hier darauf hinweisen, dass SELBST WENN der Stundenlohn der Männer und Frauen GLEICH wäre (also sagenwirmal 10 Eur/Stunde), die Frauen immer noch mehr bekommen als Männer, denn es wird ja die Arbeitserfahrung nicht einberechnet.
Wenn Männer (wie im Text angegeben) 177 Stunden pro Monat arbeiten und Frauen 144 Stunden (also grob 80% der Arbeitszeit der Männer) dann ist ihre Arbeitserfahrung ja auch nur 80% der Männer.
Jetzt muss man nicht unbedingt sofort Erfahrung 1:1 einrechnen und nur 80% des Lohnes bezahlen, aber ein Femi Pay Gap wäre definitiv gerecht.
Hallo, also erst einmal möchte ich doch zu dem Kommentar von knn anmerken, dass das statistische Bundesamt die Berufserfahrung beim 8% Gender Pay Gap herausgerechnet hat. Berufserfahrung sollte natürlich ein wesentlicher Bestandteil der Lohnhöhe sein, da stimme ich vollkommen zu.
Dann hätte ich doch noch eine Frage an den Verfasser dieses Blogs. Soweit ich das verstehe hat das Statistische Bundesamt auch schon bei der Berechnung des 8% Gender Pay den strukturellen Unterschied von Teilzeitbeschäftigung herausgerechnet. Das ausgerechnete Gender Pay Gap bezieht sich lediglich auf Frauen und Männer mit ähnlichen Berufen, gleicher Berufserfahrung…… und letztendlich auch auf gleiche Beschäftigung. Demzufolge wurden also Vollzeitbeschäftigte mit Vollzeitbeschäftigten Frauen verglichen und trotzdem sind 8 % nicht erklärbar. Die Stundenrechnung finde ich auch sehr plausibel, aber leider erklären sie aus den eben genannten Gründen nicht das verbleibende Gender Pay Gap, weil ja eben Männer und Frauen verglichen worden sind, die Vollzeitbeschäftigt sind. Sie erklären aber einen Teil des 23% Gender Pay Gap. Also bitte nocheinmal unter Seite 61 ff nachgucken, wo aufgezählt wird welche Eigenschaften gleich gewesen sind. Da heißt es:“ eine Beschäftigung vergleichbaren Umfangs (Vollzeit/Teilzeit) nachgingen“
Sollte ich mich irren, wäre ich für eine Belehrung immer offen.
„Sollte ich mich irren, wäre ich für eine Belehrung immer offen.“ Das ist schön.
Wir lesen: „Dies bedeutet, dass im Durchschnitt Arbeitnehmerinnen auch unter der Voraussetzung vergleichbarer Tätigkeit und äquivalenter Qualifikation im Jahr 2006 pro Stunde 8 % weniger als Männer verdienten.“
Wenn die Analyse 100% der Einkommen klären würde, dann könnten wir jetzt auf die Suche gehen, ob hier nicht eine Diskriminierung vorliegt. Wie groß ist eigentlich die Statistische Unsicherheit des erklärenden Modells? Die Originalstudie gibt darüber Auskunft (S.51):
„Insgesamt können mithilfe der einbezogenen Merkmale rund 71 % der Varianz des Bruttostundenverdienstes der Frauen erklärt werden (R2adj. = 0,715). Bei den Männern liegt die Erklärungskraft bei etwa 78 % (R2adj. = 0,784).53 Die Güte des Modells ist somit verglichen mit ähnlichen Studien hoch.“
Das heißt 29 % der Variation bei den Verdienstunterschieden ist nicht durch das Modell erklärt. Finden Sie nicht, daß bei einem statistischen Restfehler von 29% sich eine Differenz von 8% in den Löhnen nicht als etwas ausnimmt, was genau so gut durch die individuelle – also nicht im Modell erklärte Variation der Individuen oder sogar schlicht durch Fehler bei der Schätzung entstehen kann?
In besagter Studie wird ja auch darauf hingewiesen daß:
„Nicht nur die bezahlten Arbeitsstunden der männlichen Arbeitnehmer sind höher als die der Frauen, sondern auch die bezahlten Überstunden der Männer übersteigen die der weiblichen Angestellten: Frauen leisten durchschnittlich 17 Überstunden im Monat, für die sie eine Vergütung erhalten, Männer kommen auf 20 zusätzlich entlohnte Stunden.“
Leider bleibt auch das statistische Bundesamt hinter dem methodischen Standard bei der statistischen Analyse von Lohneinkommen zurück. Dieser wird z.B. in Berndt(1996) „The Practice of Econometrics“, Kap. 11 referiert. Der entscheidende Punkt dabei ist, daß die Einkommensentscheidung eine ökonomische Entscheidung ist, in die auch ein Vorbehaltseinkommen, z.B. inf Form von Transfereinkommen (Hartz IV , Unterhalt durch Eheparner usw) eingeht. Korrekterweise müßte also ein Regressionsmodell mit gestutzen Zielgrößen angesetzt werden. Dass dies über 20 Jahre nach dem Arbeiten von Jim Heckmann und fast 10 Jahre nach dem Nobelpreis für eben diese Art der Analysen unterbleibt, ist ärgerlich.
[…] In my My last blog post I mentioned the German Equal Pay Day which was on the 25th of March due to the calculated 23% Gender Pay Gap by the FederalStatistical Office. After researching more on this theme I felt the urge to make another post about the Gender Pay Gap because I didn’t want to leave the impression that I just believe in the 23% Gender Pay Gap and didn’t do any further research on the Alternatives which were jumping in my face during my further research. So while I was researching for further information about this topic I found some confusing other data and opinions.In the same study by the Federal Statistical Office a 23% but also an 8% Gender Pay Gap is mentioned. I even found an interesting and new blog post in which the writer is claiming that in fact there is no Gender Pay Gap at all.See also:Nachtrag zum Gender Pay Gap […]
[…] ist schließlich, dass das Gender Pay ein statistisches Artefakt darstellt, d.h. es ist ein Ergebnis der Art wie es berechnet wird und in der Realität nicht zu […]
[…] EU und die Bundesregierung agitieren heftig gegen ein vermeintliches Gender Pay Gap. Die GEW ist intensiv bemüht, die schulischen Nachteile von Jungen aus der Welt zu interpretieren […]
[…] EU und die Bundesregierung agitieren heftig gegen ein vermeintliches Gender Pay Gap. Die GEW ist intensiv bemüht, die schulischen Nachteile von Jungen aus der Welt zu […]
[…] angesehen werden müssen und deshalb ein statistisches Artefakt darstellen, habe ich in einem älteren Beitrag in diesem blog bereits gezeigt. Alle bisher berichteten Behauptungen eines Gender Pay Gaps beziehen sich auf […]
[…] war, in Rechnung stellt. Über dieses “bereinigte” Gender Pay Gap haben wir bereits am 22. April 2011 berichtet. Damals haben wir darauf hingewiesen, dass dann, wenn man versucht, relevante Variablen zu […]
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[…] Berufserfahrung usw. allerdings unter Auslassung von Überstunden, bei deren Berücksichtigung, wie wir gezeigt haben, das Gender Pay Gap schlicht verschwindet und sich als das Hirngespinst erweist, das es nun einmal […]
[…] Nachtrag zum Gender Pay Gap […]
[…] Nachtrag zum Gender Pay Gap […]
[…] Will man untersuchen, ob eine ungleiche Verteilung eine Diskriminierung darstellt, dann muss man untersuchen, ob man die ungleiche Verteilung nicht mit anderen Variablen erklären kann. Es liegt nahe, Verdienstunterschiede mit Unterschieden in der Anstrengung, der Kompetenz, der Arbeitszeit, der Arbeitserfahrung und vielem anderen zu erklären und tatsächlich kann der Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen vollständig damit erklärt werden, dass Männer öfter in Branchen arbeiten, in denen höhere Stundenlöhne gezahlt werden, öfter Überstunden machen, in der Regel mehr Kompetenz aufweisen, über mehr Arbeitserfahrung verfügen usw. als Frauen. Wir haben dies schon vor nunmehr fünf Jahren in einem der ersten Beiträge für ScienceFiles gezeig… […]
Hallo,
an unserer Universität wird der unbereinigte Gender-Pay-Gap stets noch als Zeichen für Diskriminierung herangezogen. Ich habe daraufhin wieder recherchiert, da ich mich an diesen Beitrag erinnert habe, allerdings ergeben sich ein paar Fragen für mich:
Sie schreiben, dass die bezahlten Überstunden nicht mitbedacht wurden, auf der Seite vom Statistischen Bundesamtes finde ich aber folgende Information:
„Der Bruttostundenlohn (unter Verwendung des arithmetischen Mittels) beinhaltet bezahlte Überstunden und schließt außerordentliche Zahlungen aus.“
In einem Text von Tina Groll in der Zeit steht folgendes: „In der Glassdoor-Studie wurden mehr als eine halbe Million Gehaltsangaben von Arbeitnehmern in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den USA und Australien miteinander verglichen. Dabei stellten die Autoren fest: Die Lohnungerechtigkeit ist kein deutsches Phänomen, in allen untersuchten westliche Ländern gibt es eine ähnlich hohe unerklärliche Differenz bei der Bezahlung von Männern und Frauen. Und die kann letztlich nur mit einer bewussten oder unbewussten geschlechtsspezifischen Diskriminierung zu tun haben. Denn die in der Studie berücksichtigten Daten umfassen einen Großteil von gehaltsrelevanten Faktoren – wie etwa die Anzahl der zu führenden Mitarbeiter oder die Frage, wie viele Überstunden geleistet werden. Das heißt: Die schlechtere Bezahlung der Frauen liegt nicht etwa daran, dass die Männer bei den renommierteren Arbeitgebern arbeiten und mehr (bezahlte) Überstunden machen.“
Die zweite Aussage bezieht sich auf eine andere Studie, aber können Sie mir erklären, woraus Sie schließen, dass die Überstunden beim Gender Pay Gap des Statistischen Bundesamtes nicht mitbedacht worden sind? Und wie habe ich dann das obige Zitat zu verstehen?
Steht doch oben.
[…] Bundesamt kommt. Beim Institut der Deutschen Wirtschaft kommt man auf 2%. Wir selbst haben den Gender Pay Gap durch die Berücksichtigung von Überstunden, die man beim Statistischen Bundesamt aus offenkundigen Gründen nicht in die Rechnung einschließt, […]