Endlich: Die offizielle Lösch-Version von Change.org hat uns erreicht.

Change.org bezieht sich gar nicht auf gesellschaftlichen Wandel, es bezieht sich auf den Wandel dessen, was die Organisation als Wahrheit verkaufen will: Heute dies und morgen das.

Dass unsere Petition, mit der eine weitere öffentliche Finanzierung der Amadeu-Antonio-Stiftung verhindert werden soll, am Samstagmorgen plötzlich von Change.org gelöscht wurde, um dann am Sonntagmorgen ebenso plötzlich wieder veröffentlicht zu werden, haben wir natürlich nicht einfach so hingenommen.

Und unsere Leser auch nicht.

Etliche Leser haben sich an Change.org gewendet, um eine Erklärung für das Verschwinden zu erhalten.

Mittlerweile haben wir drei verschiedene Varianten von Erklärungen von Change.org. Wir geben die Varianten hier in chronologischer Reihenfolge wider, in der Annahme, dass die letzte der Erklärungen, weil sie mittlerweile mehrere Leser und wir, ja selbst wir haben nun eine eMail erhalten, haben, die offizielle Lüge ist, auf die man sich bei Change.org geeinigt hat.

Erste Variante: Es gab Beschwerden gegen die Petition. Deshalb wurde sie gelöscht.

Zweite Variante: Das Bild (siehe unten rechts) hat Gewalt verherrlicht, unterstützt oder gefördert. Deshalb wurde sie gelöscht.

„Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Das alte Bild auf der Petitionsseite hat gegen unsere Community-Richtlinien verstoße. Unser Team hat festgestellt, dass das Bild irgendeine Art von Gewalt verherrlichen, unterstützen oder fördern.

Jetzt ist die Petition Keine öffentliche Finanzierung der Amadeu-Antonio-Stiftung wieder online.

Wir entschuldigen uns für etwaige Unannehmlichkeiten, die Ihnen in der Zwischenzeit entstanden sind.

Bitte lassen Sie uns wissen, wenn Sie Fragen zu diesem Prozess haben.“

Dritte Variante: Ein fehlerhafter Mitarbeiter im internationalen Help-Center hat die Petition gelöscht.

„… vielen Dank für Ihre E-Mail. Wir entschuldigen uns für die Umstände. Die Petition ist inzwischen wieder online. Offenbar handelte sich um einen Fehler in unserem internationalen Help Center. Wir werden die entsprechenden Mitarbeiter selbstverständlich nachschulen. 

Mit freundlichen Grüßen
das Team von Change.org“

Und wir stehen nun vor demselben Dilemma, vor dem auch Fox Mulder in E.B.E. (Series 1) steht: We are wondering, which lie to believe.

Change.org ist nach eigener Aussage übrigens die größte Plattform für Petitionen in Europa. Größe und Kompetenz schließen sich anscheinend einmal mehr aus.

Nachtrag.

Zwischenzeitlich ist Version 4 aufgetaucht: Mitarbeiterfehler und öffentliche Entschuldigung..

„vielen Dank für Ihre E-Mail und das damit verbundene Interesse an Change.org. Die von Ihnen erwähnte Petition ist inzwischen wieder online. Offenbar handelte sich um einen Fehler in unserem internationalen Help Center. Wir werden die entsprechenden Mitarbeiter selbstverständlich nachschulen und haben die Initiatoren öffentlich um Entschuldigung gebeten. 

Mit freundlichen Grüßen
Vanessa Wittig
& das Team von Change.org e.V.“

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22Comments

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  1. 1
    reinikeup

    „panta rhei“, alles fließt, weiß der mit der humanistischen Bildung. Und keiner weiß wo und wohin möchte man im Kontext von Change.org hinzufügen. Wahrscheinlich gab es mehrere Steuerungsrunden mit divergierenden und überraschenden Resultaten…

    Daß Sciencefiles nicht nur polemisch, sondern auch gewalttätig sein kann, war mir neu. Vielleicht wurde das mit Indymedia verwechselt oder kann ich hier irgendwo Anleitungen zum Zwillenbau runterladen?

  2. 2
    walter iberkersch

    habs grade 2x probiert. beide male kein bestätigungslink auf die emailadresse(n). beide male ”ihre unterschrift konnte nicht hinzugefügt werden. bitte probieren sie es erneut” bin wohl zu doof…

      • 4
        Peter

        Bei mir gibts auch Probleme. Einmal kam unspezifiziert die Meldung „Es trat ein Fehler auf.“ Und als ich dann eine andere E-Mail verwendet habe (beide gmx), da klappte es zwar mit dem Abschicken, aber ich warte nach 2h noch immer auf eine Bestätigung im Postfach.

        Vielleicht lohnt es sich, bei https://www.openpetition.de/ eine zweite Petition zu starten…

        • 5
          Peter

          Kleine Aktualisierung: Gerade eben, ca. 6h nach der Anmeldung, bekam ich eine Bestätigungsmail ins Postfach. Allerdings nicht in jenes der zweiten E-Mailadresse, sondern der ersten bei der ich die Fehlermeldung bekam.

          Kenne den Dienst ansonsten nicht, kann also nicht beurteilen ob ein technischer Defekt vorliegt oder ob man da absichtlich falsche Fehlermeldungen einbaut und dazu ein paar Stunden verstreichen lässt…

          Ich würde den Anbieter wechseln, wobei es sich angesichts der Bundestagspetitionsgeschichte möglicherweise sogar lohnen könnte, ein eigenes (zuverlässiges!) Petitionsangebot zu entwickeln. Vielleicht was mit Blockchain? Das wäre doch was:-)

  3. 6
    Vorwärts immer

    Change chance.org!
    Und andere.
    ich denke es ist an der Zeit mal die Führungsleute im Hintergrund solcher Organisationen samt deren Verküpfungen zu anderen (oft etwas spezielleren) Organisationen incl. Parteien knackig aufzulisten, damit der Unterzeichner, Beteiligte, Überrumpelte, Gutgläubige, Spender u.s.w weiß, mit wem er es zu tun hat. (Gehaltslisten könnten einem allerdings die Suppe ein wenig versalzen)
    Zwecks Adaption sollte man mit den „Harmlosen“ anfangen. Ich selbst habe das neulich beim „deutschen!“ Ableger des UN-Flüchtlingswerks mal gemacht.
    Das wäre überhaupt eine schöne open-end Polit-soap-Reihe, wenn Sie wissen was ich meine.

  4. 7
    MrAndystueve

    Liebe Gewalttätige und Gewaltpredigende von SF, hätten wir nicht ggf.für die Petition einen anderen „Dienstleister“ als die suspekte Change.org wählen können, da gibt es m.E. doch noch andere Portale. Ich bekomme ab und an Mails von denen, deren Inhalt mir als Rechtskonservativen die Nackenhaare zum Schrubber werden lassen.
    Aber ok, erst mal läuft sie wieder, mal sehen wie lange. Und wenn nicht, mit welchen abstrusen Gründen dann die Recht- oder besser die Linksfertigung erfolgt.

  5. 10
    oprantl

    Habe jetzt mal kurz nachgelesen, wer oder was das ist, diese ominöse Change.org („Change.org e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Haltung – und Sitz in Berlin“).
    Change. org stellt auf ihrer Seite (komisch qualifiziertes) Personal vor, tritt aber nicht in Erscheinung, operiert offensichtlich nur im Hintergrund. Hinter diesem Hintergrund tauchen mehrere „Ashoka“ Organisationen auf.
    Im Vordergrund handelt offensichtlich ein „Wir sind ein unabhängiger Verein – Change.org e.V. „. Internetadresse: https://changeverein.org/
    In den Antworten (oben) taucht dann ein change.org Hilfecenter auf.
    Wer ist nun wer und wer tut was und wer finanziert das Ganze ?
    Ist wohl typisch für Soros……abhängig und linksversifft.

    Noch einige Zusatzinformationen aus deren Satzung:
    „Der Verein soll beim Amtsgericht Berlin eingetragen werden.“ steht in der Satzung, firmiert aber unter e.V.
    „(1) Der Verein hat bis zu neun ordentliche Mitglieder.“ !!!!!!
    Es werden keine Mitgliedsbeiträge erhoben.
    Vorstandsmitglieder dürfen für ihre Tätigkeit eine angemessene Vergütung erhalten.

    Klingelt´s ?

    • 11
      F. Jung

      Alleine die Begrenzung der Mitgliederzahl in Verbindung mit dem Zweck „Förderung des demokratischen Staatswesens“ dürfte justiziabel sein …… aber wer geht ran ???

  6. 12
    Th. Dörnbach

    Das alte Spiel: jene die linke Gewalt genau so verhindern wollen wie die von Rechts, haben keine Ahnung wie das Spiel geht. Die Linken haben – nebst Anarchistenhandbuch – auch Taktik studiert, und sich im Laufe der Jahre strategisch positioniert. Medien, Universitäten, Lobbyorganisationen. Die „Anti-Extremisten“ wiederum versuchen sich auf Plattformen wie Change.org zu aktivieren – als ob das was nützt; oder werden in SocialNetworks weggeblockt (zur Zeit gerade ein Mann der MItte, vgl. Sargon of Akkad). Und der Gegner wird immer stärker, weil sich unsereins auf belanglose Plattformen konzentriert, anstatt sich privatrechtlich in der realen Welt zu organisieren… Ich empfehle Sun Tsu – die Kunst des Krieges; als Einstieg um zu sehen wo die gravierensten Fehler passiert sind… Ev. kann man noch was retten ehe es zu spät ist…

  7. 13
    alacran

    Der Kommentar von oprantl ist schon sehr aufschlussreich!
    Die „Vorwärts immer, rückwärts nimmer!“ – Fraktion, die sich mit Guterres, Bachelet und weniger bekannten Wasserträgern in den UN eingenistet hat, kann vermutlich auf die Unterstützung eines bekannten „Philantrophen“ zählen.

    • 14
      Vorwärts immer

      Meinen Sie diejenigen Philanthropen, die auch mit Währungen und damit dem Wohlergehen ganzer Volkswirtschaften spekulieren und die über ihre NGOs (z.B. solche aus Österreich) gewisse fluglahme Damen bei Refuzzi-Fragen schleusertechnisch „beraten“?

  8. 16
    kdm

    a) Das anscheinend nötige Kritische dazu hat bereits Danisch geschrieben.
    .
    b) Außerdem: Wenn man sich ansieht wie umfangreich und wahllos gegen oder für alles und jedes dort petitioniert werden kann, wird’s beliebig und man versteht die zuständige staatliche Stelle, dass sie das nicht so recht ernst nimmt.

  9. 17
    Andreas Huber

    Kleiner Selbstversuch: habe auf change.org nach „Amadeu-Antonio-Stiftung“ gesucht (in einigen Varianten). In den Suchergebnissen erscheinen ausschließlich Petitionen, die die Förderung der AAS befürworten.

    • 18
      Karl Topf

      Tatsächlich. Habe es ebenfalls versucht. Beim Stiftungsnamen als Suchwort kommen 111 Ergebnisse, keins davon die Petition und bei „Heike Diefenbach, Michael Klein“ kommen vier Ergebnisse, allerdings auch wieder ohne das Gesuchte.

      Wie heißt das neudeutsch nochmal? Shadowbanning!

  10. 19
    Marcus Junge

    Meine Güte, da wenden sich die Leute an eine linke „Plattform“ und glauben damit etwas ändern zu können oder auch nur fair behandelt zu werden.

    Das wie die ganzen Deppen, die meinen das oberste Mafiagericht zu Karlsruhe, werde was gegen die Mafia in Berlin / Brüssel machen.

  11. 22
    Gunter Held

    Sehr geehrter Herrr Klein.
    Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass der Fehler tatsächlich auf eine falsche Programmierung des ‚Wahrheit-Dedektors‘ zurück zu führen war. Alle anderen vier Rechtfertigungen sind sog. fake news. Wir haben den zuständigen Programmierer (ein Unterstützer der Antifa) inzwischen fristlos und ohne Weihnachtsgeld entlassen. Der Direktor

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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